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Gebäudeschadstoffe | Fotodatenbankmenue

Asbest schwachgebunden

Flanschdichtungen

Alte Flanschdichtung mit z.T. ausgefranzten Kanten. Schwachgebundene Asbestprodukte und deren Sanierungsdringlichkeit werden mit Hilfe der Asbest-Richtlinie geregelt. Asbesthaltige Flanschdichtungen werden generell die Dringlichkeitsstufe III zu geordnet. Eine Zustandsbewertung ist daher in Abständen von 5 Jahren notwendig. Instandsetzungsarbeiten sind nach TGRS 519 (Kapital 16.3) durchzuführen.

Alte Flanschdichtung. Beim Abbruch eines Gebäudes sollte die Sanierung von Flanschendichtung nach BGI 664  (Verfahren mit geringer Exposition gegenüber Asbest bei Abbruch-, Sanierungs- und Instandhaltungsarbeiten) erfolgen.

Alte Flanschdichtung.

Flanschdichtung.

Kaminklappen

Asbestschnurr (Asbestanteil bis zu 100%) wurde als hitzebeständige Dichtung oft bei Revisionsklappen von Schornsteinen verwendet.

Nahaufnahme des vorherigen Bildes.

Asbestschnurrdichtung an einer Kaminklappe. Asbestschnurr an Kaminklappen kann mit Hilfe des Glove Bag-Verfahrens vom Fachmann entfernt und entsorgt werden.

Asbestdichtung an einer Kaminklappe.

Müllschlucker

Müllschlucker wurden häufig in hohe mehrstöckige Wohnblocks eingebaut. Hierbei verwendete man manchmal Asbestdichtungen an den Müllschluckerklappen.

Nahaufnahme des vorherigen Bildes.

Brandschutzklappen

Asbest wurde für den Bau von Brandschutzklappen bis in den 80 'er Jahren verwendet.

Asbestwarnzeichen. Laut Asbestrichtlinie gibt es 3 verschiedene Sanierungsmethoden für schwachgebundene asbesthaltige Materialien in Innenräumen: Das Entfernen, das Beschichten und das Abkapseln. Beschichte und abgekapselte ACM müssen nach der Sanierung mit nebenstehendem Zeichen gekennzeichnet werden.

Brandschutzklappen mit asbesthaltigen Bauteilen sind nach der Asbestrichtlinie der Dringlichkeitsstufe III zuzuordnen. Diese Einstufung erfordert eine erneute Zustandsbewertung in Abständen von höchstens 5 Jahren und eine Kennzeichnung des asbesthaltigen Bauteils.

Brandschutzklappe

Brandschutzklappe

Brandschutztüren

Moderne Brandschutztür. Brandschutztüren, die vor 1991 hergestellt wurden, können asbesthaltiges material enthalten.

Moderne Brandschutztür

Plakette einer Brandschutztür von 1967. Aufgrund des Baujahrs ist davon ausgehen, dass sie Asbest enthält. Asbesthaltige Brandschutztüren sind nach der Asbestrichtlinie der Dringlichkeitsstufe III zuzuordnen und bedürfen eine Zustandsbewertung alle 5 Jahre.

Plakette einer feuerhemmenden Stahltür (T-30). An dieser Türplakette kann man das Baujahr, Typenbezeichnung, und Bauartzulassungsnummer ablesen. Da sie in den 90'er Jahren gebaut wurde, kann man davon ausgehen, dass sie keinen Asbest enthält.

Potenzielle asbesthaltige Pappe in einer Doppleflügelbrandschutztür

Schwachgebundene Asbest wurde in Deutschland bis Anfang der 1980'er in Brandschutztüren verwendet. Trotzdem wurden asbesthaltige Brandschutztüren aus dem Ausland noch bis 1991 eingebaut. Asbestpappen befinden sich manchmal im Bereich des Schlüssellochs und sind nach Entfernung des Schlosses bzw. Beschlags bedingt für eine Beprobung zugänglich. Im Allgemeinen gelten Brandschutztüren als dicht, so dass beim Gebrauch keine Asbestemissionen auftreten (Dringlichkeitsstufe III). Brandschutztüren findet man an den Übergang von Fluren zum Treppenhaus, in Brandwänden und an den Eingängen zu Heizungsräumen. Im Gegensatz zu Brandschutztüren werden Rauchschutztüren vorwiegend zur Unterteilung von langen Fluren verwendet.

Brandschutztür mit entferntem Beschlag. Die Dichtung am Schlüsselloch und an der Öffnung für den Griff enthält potenziell schwachgebundener Asbest.

Gewaltsam auf gebogene Beschlag eine Brandschutztür. Das Faserige Material in Schlüsselloch könnte asbesthaltig sein.

Nachtspeicherofen

Asbest wurde bis ca. Mitte  1970'er bei der Herstellung von Nachtspeicherofen eingesetzt. Nach 1982 wurde der Verwendung von Asbest in Nachtspeicherofen generell untersagt. Anhand der Gerätenummer und des  Herstellers (Typenschild) kann häufig recherchiert werden, ob ein bestimmtes Gerät asbesthaltig ist. Nachtspeicherofen sind in der Regel sehr schwer (ca. 300kg) und können daher nur mit entsprechender Ausrüstung transportiert werden. Zur Sanierung werden asbesthaltige Geräte am sichersten als ganzes aus der Wohnung vom Fachmann entfernt. Man sollte in jeden Fall es vermeiden den Ofen zu öffnen. Auf dem Firmengeländes des Sanierungsbetriebes kann das nach BGI 664 beschriebene Glove Bag-Verfahren zur Entfernung des Asbestmaterials angewandt werden.

Nachtspeicherofen

Nachtspeicherofen im Kinderzimmer. Kinder sind Aufgrund ihren Stoffwechsel besonders durch Asbest gefährdet.

Auflageplatten und -schurre

Asbestplatte als Lageplatte zwischen Betonträger und Pfeile.

Asbestplatte als Lageplatte zwischen Betonträger und Pfeile. Bei diesem Beispiel handelt es sich um einem Parkhaus. Mit zunehmendem Alter und Verwitterung losen sich die platten an den Rändern auf, so dass die Faserstruktur gut zu erkennen ist. Auf dem Foto sieht man, dass Teil der Lageplatte lose herab hängt.

Asbestplatte als Lageplatte zwischen Betonträger und Pfeile.

Asbestschnurr als Lagedichtung zwischen Betonträger und Pfeile. Schwachgebundene Asbestprodukte (Asbestschnurr, Asbestpappen und Asbestleichtbauplatten) werden mit Hilfe der Asbest-Richtlinie geregelt. Je nach Nutzung des Raumes und Grad der Beschädigung des asbesthaltigen Materials kann eine Dringlichkeitsstufe zugeordnet werden.

Asbestschnurr als Lagedichtung zwischen Betonträger und Pfeile.

Das zwischen dem Pfeile und Balken liegende Asbestschnurr wurde beschichtet, um die Emission on Asbestpartikel zu unterbinden (siehe nächstes Bild).

Beschichte asbesthaltige Materialien müssen nach der Sanierung mit nebenstehendem Zeichen gekennzeichnet werden. Hier wurde schwachgebundener Asbest als Lage zwischen den Betonelementen eingesetzt.

Brandabschottung

Brandabschottung von Kabeltrassen bzw. Lüftungsschächte. Früher war der Brandschutz ein häufiges Einsatzgebiet von asbesthaltige Materialien ( z.B. Promasbest). In diesem Beispiel sind die Platten asbestfrei (siehe nächste Bild).

Das Schild zeigt, dass die obige Abschottung 1998 eingebaut wurde. Zur Beurteilung von potenziellem Asbestgehalt ist das Baujahr ein wichtiges Kriterium. Asbest in Baumaterialien wurde ab Ende der 50'er Jahre bis Anfang 90'er Jahre eingesetzt.

Asbesthaltige Materialien wurden früher zur Abschottung von Kabel Durchbrüchen verwendet. Heute ist die Kennzeichnung von Brandabschottung bei Kabel Durchbrüchen vorgeschrieben.

Rohrdämmung

Rohrummantelung aus einem diatomeenhaltiges Material umwickelt von Gewebe. Das rosa Material enthält Amphibolasbest und ist sehr brüchig.

Rohrummantelung aus asbesthaltiges diatomeenhaltiges Material.

Textile und Matten

Gewebe als Verbindungsglied zwischen zwei Lüftungsrohren. Vermutlich handelte sich hierbei um eine asbesthaltige Matte.

Bauplatten, Innenverkleidung

Bei diesem Portfolio hat man vermutlich zur Dämmung und Brandschutzzwecken die Dachbodenfalltüren mit einer asbesthaltigen Bauplatte verkleidet (siehe nächstes Bild).

Die asbesthaltige Bauplatte löst sich bereits an den Ecken auf und stellt eine potentielle Gefährdung für die Bewohner des Hauses da.

Dachbodenfalltüren mit eine asbesthaltigen Bauplatte. Die Kanten der Bauplatte sind vom Abrieb durch Leisten geschützt.

Rückwand eines Stromkastens zur Brandschutzzwecken mit einer asbesthaltigen Isolierplatte verkleidet.

Nahaufnahme des vorherigen Bildes.

Asbesthaltige Verbundplatte als Innenverkleidung am Fenster (siehe nächstes Bild).

Probenahmestelle einer asbesthaltige Verbundplatte (siehe vorheriges Bild).

Asbestpappe

Asbestpappe als Wärmeschutz bzw. Brandschutz unterhalb eines Fensterbretts.

Nahaufnahme der Asbestpappe (siehe vorheriges Bild). Asbestpappe kann bis zu 95% aus Asbest bestehen. Dieses Stück Asbestpappe wurde zur Analysezwecken entnommen.

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