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Gebäudeschadstoffe | Fotodatenbankmenue

KMF (künstliche Mineralfasern)

Innenraum

Qualitäts- und sicherheitsgeprüfte KMF-Dämmstoffe tragen das RAL-Gütezeichen. Das Gütezeichen wird von der Gütegemeinschaft Mineralwolle e.V. vergeben. Biolösliche Fasern und damit nicht krebserzeugende Mineralfaserprodukte können von den Herstellern mit dem RAL-Gütezeichen gekennzeichnet werden. Ab 2000 darf in Deutschland nur noch „Neue Mineralwolle“ verbaut werden.

Es wird bei den künstliche Mineralfasern in „Alte Mineralwolle“ und „Neue Mineralwolle“ unterschieden. Alte Mineralwolle wird als krebserzeugend eingestuft. Bei Mineralwollen die vor 1996 verbaut wurde ist davon auszugehen, dass es sich um Alte Mineralwolle handelt. Die Wiederverwendung nicht geprüften künstlichen Mineralfasern (Alte Mineralwolle) ist in Deutschland untersagt. Liegen für Materialien, die vor 2000 eingesetzt wurden, keine Informationen vor, ist davon auszugehen, dass es sich um Alte Mineralwolle handelt. Neue Mineralwolle besitzt aufgrund von besonderen Eigenschaften (z. B. gute Biolöslichkeit) ein weitaus geringeres Risikopotential. Erfahrungsgemäß ist moderne KMF im Baubereich gelb und oft auf einer Seite mit Alufolie kaschiert. Bei diesem Bild handelt es sich um Alte Mineralwolle. Bei Instandsetzungs- und Umbauarbeiten darf Alte Mineralwolle nicht offen liegen gelassen werden, sondern ist bei der Demontage gleich entsorgungsgerecht zu verpacken.

Rohrummantelung

Ungeschützte KMF-Matten als Wärmedämmung um einen Lüftungskanal. Da es sich um "Alte Mineralwolle" in einen häufig betretenen Lagerraum handelt, existiert ein erhöhtes Risiko für den Beschäftigten. Es empfiehlt sich das offene KMF abdecken zu lassen.

Ungeschützte KMF-Matten als Wärmedämmung um einen Lüftungskanal.

Künstliche Mineralfaser (KMF) der älteren Generation. In diesem Beispiel wurde das KMF zur Dämmung eines Rohrs verwendet. Durch die Beschädigung der Kunststoffummantelung kann das darunter liegende KMF freigesetzt werden. Beim näheren Betrachten sieht man, dass die Rohrdämmung aus einer Kunststoffummantelung, eine Schicht Pappe und schließlich dem KMF besteht. Das TRGS 521 regelt den Rückbau und Instandsetzung von Alter Mineralwolle. Im bedeckten Zustand ist die Konzentration von KMF-Fasern in der Luft so gering (< 1000 Fasern je 1m³ Luft), dass es seitens des Gesetzgebers für bereits eingebautem älterem KMF keine Regelungen gibt. Für die unbedenklichen KMF-Produkte der neuen Generation (also nach 2000) gibt es das RAL-Zeichen.

Alte KMF-Rohrisolierung ohne Kunststoffschale mit Pappeummantelung. Erfahrungsgemäß war das frühe KMF herstellungsbedingt weiß.

Heizungsrohr mit KMF-Dämmung schätzungsweise, aus den 1960'er oder 1970'er Jahren. Die äußere Schicht besteht aus Jutegewebe und Mörtel auf Pappe. Darunter liegt die KMF-Isolierung. Schweizer Literatur zufolge kann das Jutegewebe bzw. der Mörtel zudem Asbestfasern enthalten.

Alte weiße Mineralwolle als Rohrdämmung. Die Mineralwolle ist mit teergetänkte Pappe ummantelt. Die Pappe enthält gesundheitsschädliche PAK (siehe Kapital PAK).

Dachdämmung

Dämmung eines Daches mit KMF. Herstellerdatum des KMF ist unbekannt.

Dämmung eines Daches mit KMF. Aufgrund der weißen Farbe handelt es sich um Mineralwolle der älteren Generation. Die KMF darf nicht freigelegt bleiben, sondern sollte abgedeckt werden.

Lose KMF der älteren Generation zur Dämmung des Dachbodens.

Lose KMF der älteren Generation zur Dämmung des Dachbodens.

Aussen: Dachdämmung

Mineralwolle zur Dämmung einer Fassade.

Mineralwolle zur Dämmung einer Fassade. Die Dämmung befindet sich hinter der Trapezblechverkleidung (siehe nächstes Bild).

KMF-Dämmung hinter Trapezblech.

KMF-Dämmung hinter einer Verkleidung aus Faserzementplatten. Hier wurden die vorgehängten Faserzementplatten beschädigt und ein Teil der Dämmung fehlt.

KMF-Dämmung hinter einer Stalbetonfassade. Die Fassade ist offensichtlich vor einiger Zeit beschädigt worden und die Verwitterung hat ein Teil der Dämmung fort getragen.

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